Grundsätzliches

 

Grundsätzliches zum Themenkomplex

„Gesundheit/Krankheit/Tod/Heilung/Medizinische Behandlung“

 

Eine Untersuchung in den Vereinigten Staaten hat ergeben, dass kein Amerikaner völlig gesund ist: 60% gelten als ein wenig krank, 10% als schwer krank und 30% liegen dazwischen. Was für die USA gilt, trifft im Großen und Ganzen auch für andere Populationen zu. Der ehemalige Bundes-Gesundheitsminister Horst Seehofer meinte einmal sinngemäß: „Ein Mensch, der als gesund gilt, ist nur noch nicht ausreichend untersucht worden.“ - Wir alle sind Menschen, die ständig von Krankheiten bedroht sind, - womit sich die Frage stellt: Woher kommen eigentlich Krankheiten? –

Eine ganze Reihe von Krankheiten lassen sich auf eine gesundheitsschädliche Lebensführung zurückführen: Die meisten Raucher erkranken früher oder später an chronischen Atemwegserkrankungen, viele an Bronchial-Carcinom. Alkoholiker erkranken häufig an Leberzirrhose, viele an Pankreatitis, Kardiomyopathie oder Hirnatrophie. Aber auch zu viel Schokolade essen macht krank: Übergewichtige erkranken überzufällig häufig an Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Gicht usw., - aber auch seelische Fehlhaltungen wie Geiz und Unversöhnlichkeit können krank machen. Auch die Missachtung des Ruhetages hat in unserer Leistungsgesellschaft seinen Anteil an sog. Zivilisationskrankheiten, wie z.B. Bluthochdruck, Burn-out-Syndrom usw. - Man könnte mühelos weitere Beispiele anführen. – Dies heißt allerdings nicht, dass jede Krankheit auf ein konkretes Fehlverhalten zurückzuführen ist, für viele Erkrankungen lässt sich kein Tun-Ergehens-Zusammenhang herstellen.  

Warum ist der Mensch generell anfällig für Krankheiten? - Da gibt es einmal den Versuch einer evolutionistischen Deutung: Krankheit und Tod als notwendige Elemente einer fortgesetzten Weiterentwicklung von Lebewesen und Natur. Dieser evolutionistische Ansatz lässt jedoch viele Fragen offen und widerspricht auch wichtigen wissenschaftlichen und empirischen Erkenntnissen. Wesentlich plausibler erscheint die biblische Sicht: Der Mensch ist ein Geschöpf Gottes und befindet sich in einem Schicksalszusammenhang zu seinem Schöpfer. Wie das Leben eines Embryo auf die intakte Verbindung zum mütterlichen Organismus angewiesen ist, hängt auch der Mensch - quasi wie an einer unsichtbaren Nabelschnur - an Gott. – Nach dem Zeugnis der Bibel ist jedoch die Verbindung des Menschen zu Gott durch persönliche Schuld unterbrochen, was die Anfälligkeit der menschlichen Natur für Krankheit und Tod zur Folge hat. Der von Gott getrennte Mensch steht somit von Geburt an in einem Gefälle vom Leben zum Sterben und ist zeitlebens mit Krankheiten als wesensmäßigen Vorboten des Todes konfrontiert (weitergehende Infos über Ursache und Sinn von Leid siehe z.B. unter  www.youtube.com/watch?v=9_ZPlH1x1Q0 ).

Insofern kann alle medizinische Behandlung immer nur einen vorläufigen Charakter haben. Die gestörte Gottesbeziehung hat aber nicht nur zur Folge, dass der Mensch körperlich und seelisch krank werden kann, auch seine gesamte Beziehungswelt zu Mitmenschen und Umwelt ist in Mitleidenschaft gezogen, was sich z.B. in gestörten zwischenmenschlichen Beziehungen bzw. einer gestörten Beziehung zu Arbeit und Umwelt niederschlägt. - Vom gesamtbiblischen Zeugnis her stehen also grundsätzlich Krankheit und Tod in einem Kausalzusammenhang zu einer gestörten Gottesbeziehung. –

Die gute Nachricht der Bibel besagt jedoch, dass Gott in grundlegender Weise „heilend“ in die gestörte Beziehungswelt zu Seinen Geschöpfen eingegriffen hat: Gott sandte Seinen Sohn Jesus Christus als Mensch auf diese Erde, der stellvertretend für die durch Sünde von Gott getrennten Menschen am Kreuz stirbt und damit auch Krankheit und Tod als Folgen der gestörten Gottesbeziehung auf sich nimmt. Nach dem Zeugnis der Bibel erwächst damit die Möglichkeit zur Heilung in einer scheinbar paradoxen Weise aus der Ohnmacht des Sohnes Gottes, durch dessen Wunden umfassende Heilung entstehen kann. Zeichenhaft wurde diese Wahrheit in übernatürlichen Heilungen, besonders in der Apostelzeit, deutlich. - Hieraus ergeben sich bis heute viele „heilsame“ Ansätze für das menschliche Leben generell, z.B. durch eine wiederhergestellte Gottesbeziehung auch ein „gesundes“ Beziehungsgeflecht zu Mitmenschen, Arbeit und Umwelt zu entwickeln. 

Der biblische Aspekt von Gesundheit geht aber über das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden eines Menschen hinaus. Denn auch als mit Gott versöhnter Mensch bleibt unser irdisches Leben – und damit auch die Gesundheit - nur ein zeitlich vorübergehender Zustand, im Unterschied zu der ewigen Existenz der menschlichen Seele. Jesus sagte sinngemäß: Was nützt es einem Menschen, wenn er 100 Jahre in bester körperlicher und seelischer Gesundheit lebt, aber in der Ewigkeit verloren geht. Insofern muss vom biblischen Gesamtzusammenhang her immer die Kausalitätskette Heil, Heiligung und Heilung beachtet werden, denn eine rein äußere Heilung ohne innere Heilung, d.h. Heilung ohne Heil, lässt den Menschen - unter dem „Vorwand“ des Lebens im ewigen Tod. – Deshalb ist eine bewusste Hinwendung zu dem auferstandenen Herrn und Retter Jesus Christus eine fundamentale und notwendige Voraussetzung für ganzheitliche Gesundheit und ewiges Heil.