Röntgen

Die Röntgenuntersuchung ist eine radiologische Untersuchungsmethode. Der Körper und das Körpergewebe (Knochen, Muskeln etc.) werden von den Röntgenstrahlen durchleuchtet. Je nach Dichte des Gewebes werden die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark abgeschwächt. Dadurch sind Veränderungen an inneren Organen und Strukturen erkennbar. Die Knochen sind im Röntgenbild sehr gut dargestellt, daher kann der Arzt z.B. einen Knochenbruch auf diesem gut erkennen und beurteilen. Die Darstellung von Knochen und Weichteilen erfolgt meist in zwei Ebenen. In der ersten Ebene wird die Röntgenaufnahme meist von vorne nach hinten durch den Patienten gemacht. In der zweiten Ebene erfolgt eine seitliche Röntgenaufnahme.

Wann wird eine Röntgenuntersuchung durchgeführt?

Röntgenaufnahmen werden praktisch von allen Körperteilen erstellt. Es lassen sich z.B. am Kopf Verletzungen, wie Brüche, Fremdkörper oder Zahnfehlstellungen, Weisheitszähne, Zahnreste sowie Tumore erkennen. Im Brustraum lassen sich unter anderem Form und Lage des Herzens und Hinweise auf Lungenerkrankungen feststellen. Der Arzt kann sogar vergrößerte Schilddrüsen, gebrochene Rippen und Krebsgeschwüre im Lungenzwischenraum sehen. Röntgenaufnahmen werden mit oder ohne Kontrastmittel durchgeführt. Kontrastmittel sind für die Röntgenstrahlen undurchlässig. Dies ermöglicht eine bessere Abgrenzung benachbarter Gefäße und Organe voneinander. Aufnahmen mit Kontrastmittel werden hauptsächlich in der Bauchregion gemacht. Hierbei können Hohlorgane wie Magen, Harnblase leichter untersucht werden. Mit Hilfe der so genannten gehaltenen Aufnahme können Bänderrisse und Verletzungen des oberen Sprunggelenkes am Fuß erkannt werden. In diesem Fall werden zwei Aufnahmen angefertigt: auf dem einen Bild ist das Gelenk in Ruhelage, auf dem anderen in seitlich überstreckter Position zu sehen.

Verlauf der Röntgenuntersuchung

Die Untersuchung wird in einem dafür vorgesehenem Röntgenraum in stehender oder liegender Position gemacht. Je nach untersuchtem Körperteil müssen die entsprechenden Kleidungsstücke abgelegt werden. Die korrekte Positionierung erfolgt durch die Röntgenassistentin oder den Röntgenarzt. Jegliche Bewegungen des Patienten verursacht Bewegungsunschärfen auf dem Röntgenbild, daher muss sich der Patient so weit wie möglich ruhig verhalten.

Was sollte man dabei beachten

Röntgenuntersuchungen belasten den Körper mit radioaktiver Strahlung. Daher wird der Strahlendosis so gering und die Bestrahlungszeit so kurz wie möglich gehalten. Um unnötige Strahlenbelastung zu vermeiden werden dabei die empfindlichen Körperteile (z.B. der Unterleib) durch Bleiabdeckungen geschützt. In der Schwangerschaft dürfen – vor allem in den ersten drei Monaten – keine Röntgenuntersuchung stattfinden, außer sie ist medizinisch unbedingt notwendig. Bei der Gabe von Kontrastmittel können diese die Nieren schädigen oder allergische Reaktionen hervorrufen. Liegt eine bestimmte Kontrastmittelallergie bei dem Patienten vor, muss ein anderes Kontrastmittel gewählt werden. Daher muss der untersuchende Arzt vorher unbedingt über bestehende Allergien informiert werden.