Metabolisches Syndrom Was ist ein metabolisches Syndrom?

Das metabolische Syndrom fasst mehrere auch oft einzeln auftretende Störungen in einem Krankheitsbild zusammen. Übergewicht ist eines der wichtigsten Kriterien. Bei einem Taillenumfang von mehr als 94 cm bei Männern und mehr als 80 cm bei Frauen müssen noch 2 weitere Kriterien erfüllt sein um vom metabolischen Syndrom zu sprechen. Zu den weiteren Kriterien zählen:

  1. Serumtriglyzeride über 150 mg/dl oder bereits in Behandlung stehend
  2. HDL Cholesterine unter 40 mg/dl bei Männer unter 50 mg/dl bei Frauen oder in Behandlung stehend
  3. Blutdruck über 130/85 oder behandelter Bluthochdruck
  4. Nüchternblutzucker über 100 mg/dl (Definition nach den NCEP-ATP-III-Kriterien)

Bei etwa 25% der Bevölkerung besteht ein metabolisches Syndrom mit zunehmender Häufigkeit im mittleren und höheren Alter. Aber auch bereits bei jüngeren und sogar bei Kindern kann ein metabolisches Syndrom nachgewiesen werden, Tendenz steigend.
Das metabolische Syndrom schädigt die Gefäße und diese umso stärker, je mehr einzelne Faktoren aus obiger Liste zutreffen. Die Erkrankung entwickelt sich langsam über viele Jahre oft unerkannt.


Wie wirkt sich das metabolische Syndrom aus?

Bereits sehr früh sind Veränderungen an der Gefäßwand zu sehen. Es kommt zur Wandsteifigkeit und Verhärtung der arteriellen Blutgefäße. Es werden auch die Koronararterien und die Halsschlagader geschädigt. Bereits jugendliche mit dem Krankheitsbild metabolisches Syndrom sind von den Veränderungen nicht ausgenommen.
Das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko ist bei Patienten mit metabolischen Syndrom um das 3 fache höher und das Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben um das 6 fache höher. Diabetiker mit metabolischem Syndrom sind die gefährdeste Gruppe. Dies resultiert aus der Tatsache, dass Diabetes alleine die Gefäße deutlich schädigt und somit durch weitere Risikofaktoren eine erhebliche Potenzierung entsteht.

Bei unbehandelten oder zu gering behandelten Bluthochdruckkranken kommt es durch die ständige Druckbelastung des Herzens zu einer Herzvergrößerung mit entsprechenden Leistungseinschränkungen. Bei zusätzlich bestehendem metabolischem Syndrom werden die Koronargefäße noch schneller geschädigt und die Blutversorgung zum Herzmuskel weiter eingeschränkt.

– Die Gefäßschädigung bei metabolischen Syndrom ist erheblich –