Tamsulosin in der urologischen Praxis

Tamsulosin ist ein Medikament, das häufig in der urologischen und allgemeinmedizinischen Praxis eingesetzt wird. Das Einsatzgebiet ist die benigne Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrösserung). Hier einige Informationen über die Wirkungsweise dieses Medikamentes.

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Eine Hartkapsel täglich nach dem Frühstück oder nach der ersten Mahlzeit des Tages. Die Kapsel wird als Ganzes mit einem Glas Wasser im Stehen oder Sitzen (nicht im Liegen) eingenommen. Die Kapsel sollte nicht zerkleinert oder auseinander gezogen werden, um die verzögerte Freisetzung des Wirkstoffes nicht zu beeinträchtigen.

Wirkungsweise von Tamsulosin

Tamsulosin bindet sich im menschlichen Körper an bestimmten Rezeptoren, die für das Zusammenziehen der glatten Muskulatur verantwortlich sind. Durch diese Bindung kommt es zu einer Aufhebung der Muskelkontraktion (Muskelanspannung) im Bereich der Prostata und dem Harnleiter. Urin kann durch die verminderte Muskelspannung wieder besser abfliessen. Eine Behandlung durch Operation kann so oft um Jahre hinausgeschoben werden.

Nebenwirkungen von Tamsulosin

Ich werde häufig wegen eventueller Nebenwirkungen bei der Verordnung von Tamsulosin angesprochen. Wie fasst jedes Medikament, hat auch der Wirkstoff Tamsulosin gelegentlich Nebenwirkungen. Dies kann aber auf einer Internetseite nicht ausführlich genug abgehandelt werden, da ein einfaches Aufzählen der Beschriebenen Nebenwirkungen für das Verständnis nicht ausreichend ist. Dies bleibt einem persönlichen Arzt – Patienten - Gespräch vorbehalten.

Für wen ist Tamsulosin geeignet?

Bevor eine Behandlung der vergrösserten Prostata mit Tamsulosin beginnen kann, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig. Dies ist wichtig, da andere Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen, die die gleichen Symptome wie die Prostatavergrösserung haben.
Es gibt mehrere verschiedene Wirkstoffe für die Behandlung der Prostatavergrösserung. Welches Medikament bei welchem Patienten verordnet wird, ist auch von Begleiterkrankungen und persönlichen Umständen abhängig. Dies ist nur in einem persönlichen Beratungsgespräch abzuklären.