Gastroskopie (Spiegelung des Magens)

Die Gastroskopie (Spiegelung des Magens) ist die Untersuchung des Magens mit Hilfe eines dünnen beweglichen und biegsamen Schlauches, der am Ende mit einer Kaltlichtquelle und einer Kamera versehen ist, dem Gastroskop. Mit diesem speziellen Gerät kann der Arzt die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm betrachten. Die Spiegelung erfolgt über die Mundhöhle. Mit dem Gastroskop ist es auch möglich Gewebeproben zu entnehmen und spezielle Behandlungen vorzunehmen.

Wann wird eine Gastroskopie durchgeführt?

Eine Gastroskopie wird zur Diagnostik verschiedener Beschwerden durchgeführt. Dazu gehören länger anhaltende Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, wiederkehrendes Sodbrennen, sowie unklare Schluckstörungen und Magengeschwüre. Mit Hilfe eines Gastroskops können Polypen im Magen oder Zwölffingerdarm sowie verschluckte Fremdkörper entfernt werden.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Für eine genaue Betrachtung der Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm müssen diese frei von Speisereste sein. 6 Stunden vor der Untersuchung sollte der Patient keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. 3 Stunden vor der Untersuchung muss auch auf flüssige Nahrung verzichtet werden. Nur wichtige Medikamente dürfen bis zu 2 Stunden vor der Untersuchung mit klarem Wasser eingenommen werden. Ein Beruhigungsmittel ist bei der Gastroskopie nicht notwendig, kann aber auf Wunsch verabreicht werden. Danach darf der Patient nicht selber Auto fahren, es ist also empfehlenswert ihn zur Untersuchung zu begleiten.

Verlauf der Untersuchung

Die Gastroskopie dauert etwa 15 Minuten. Um das Einführen des Gastroskops zu erleichtern kann der Rachen mit einem Spray betäubt werden. Um das empfindliche Gastroskop zu schützen erhält der Patient zuerst einen Beißring, der mit den Zähnen festgehalten wird. Anschließend wird das etwa 9 bis 12 Millimeter dicke Gastroskop vorsichtig in den Mund Richtung Kehlkopf vorgeschoben und der Patient wird aufgefordert, es zu schlucken. Dieser Vorgang kann etwas unangenehm sein. Um das Würgegefühl zu unterdrücken muss sich der Patient auf ein langsames und regelmäßiges Durchatmen konzentrieren. In den Magen wird etwas Luft geblasen, damit der Arzt eine bessere Sicht auf die Organe hat. Der Patient liegt während der Untersuchung auf der linken Seite. Nach der Gastroskopie sollte der Patient zwei bis drei Stunden nichts essen.

Komplikationen

Die Gastroskopie ist eine risikoarme Untersuchungsmethode. Bei der Behandlung kann es in seltenen Fällen zu Verletzungen oder Perforation (Durchstoßung) der Wand der Speiseröhre oder die Schleimhäute kommen. Nach Entfernung von Polypen können Blutungen auftreten. Bei Schwindel, Schmerzen oder Bluterbrechen nach der Untersuchung muss der behandelnde Arzt informiert werden.